Gratisseller oder eigener Listenaufbau (Teil 3)

Hallo und willkommen zum Teil 3 der Artikelserie über den Listenaufbau mittels eigener Software.

Leider hat es ein wenig länger gedauert, bis ich diese Artikelserie fortsetzen konnte. Dafür habe ich aber auch eine Ausweitung des Themas beschlossen, das in den weiteren Artikel noch dargestellt werden soll. Am Ende – und deshalb die Verzögerungen – wird das Programm „gratisseller“ stehen, mit dem Sie nicht nur unterschiedliche Listen erzeugen, sondern auch ein kleines Newsletter-System haben werden. Das ganze wird eine größere Anwendung werden, und das erfordert Programmieraufwand……..  🙁

Doch zurück zum Thema:

Im Teil 2 haben Sie das Eingabeformular und das weitere Vorgehen des bisher noch ominösen Scripts für die %%bearbeitungsseite%%“ kennengelernt. Nun wollen wir uns das nötige Drumherum anschauen, dass das Script braucht.

Klar ist eines, gratisseller braucht eine Datenbank und in dieser mind. 2 Tabellen – ich nenne sie mal gartikel und gadressen. In der Tabellen gartikel müssen Sie Ihre Gratis-eBooks bzw. Ihre Gratis-Downloaddateien benennen. Außerdem müssen wir noch Verwaltungsinformationen speichern.

Die Tabelle gadressen ist für Gratis-Kunden, die sich anmelden. Auch hier sollten neben den Feldern für Email und Vorname noch Verwaltungsinformationen gehalten werden. Sie sollten festhalten, wann Sie welche Auslieferung an den Kunden geschickt haben, ob der Kunde die Email-Adresse bestätigt hat etc.; denn direkt haben Sie über diese Vorgänge beim Kunden keinerlei Kontrolle. So können Sie nachsehen, ob jemand das Formular ausgefüllt hat, dann aber keine Lust mehr hatte. Bedenken Sie, dass das Ausbleiben der Bestätigung  auch an einer falsch verstandenen Danke-Seite hängen kann.

Was meine ich mit Verwaltungsdaten in gratisseller?
Stellen Sie sich vor,  Sie sind Tauch-Experte und wollen ein Gratis-Ebook vertreiben, das Ihren Expertenstatus so richtig aufzeigt. Wenn Sie nun den pot. Kunden mit SIE ansprechen, haben Sie von vorne herein Ihren Expertenstatus verloren, denn Taucher duzen sich!. Umgekehrt lassen sich wildfremde pot. Kunden anderer Bereiche nicht gerne duzen.
Sie sehen, wenn Sie jemanden mit Email anschreiben, kommt es auf das Produkt an, dass Sie verschenken, wie Sie Ihren Kunden ansprechen. Gerade noch tolerant ist das Anschreiben mit Sie und Vorname, besser wäre natürlich der Nachname und ggf. der Titel, doch wenn der Kunde nur den Vornamen angibt, dann wird er auch tolerieren, wenn Sie ihn mit Vornamen anschreiben.

Man kann natürlich auch auf die Idee kommen Anrede, Titel, Vor- und Nachname über das Formular zu erfassen. Dem steht aber die dann nicht mehr gegebene quasi Anonymität gegenüber. Deshalb ist es bei privaten Produkten besser, nur den Vornamen zu erfassen. Bei pot. Kunden in Firmen, wäre es vielleicht besser die volle Anrede zu unterbreiten. Also „Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Mustermann“. Diese Ausarbeitung und Anpassung überlasse ich Ihnen, der Sie das bald fertige Script anpassen möchten. 😉

Die Mails werden als sog. Skelette auf Platte gehalten. Skelett heißt so viel wie fester und variabler Text. Ein derartiges Mail-Skelett kann folgendermaßen aussehen:

%%HALLO%% %%VORNAME%%
danke, dass Du Dich für mein eBook %%BUCHTITEL%% interessierst.
…….

Von gratisseller wird nun das Skelett eingelesen und dann die %%name%% mit den richtigen Werten ersetzt. So kann man beispielsweise abfragen, welche Uhrzeit im Moment ist, und je nach der Uhrzeit mit Guten Morgen, Guten Abend oder Guten Tag die Variable %%HALLO%% ersetzen. Alle anderen Daten kommen aus einem Satz der Artikeldatei.

Eine einfache Ersetzung innerhalb des Satzes in der Art:

$aFile = file($lsFilename);//lesen gesamte Datei
$smailtext= „“;
foreach($aFile as  $line)  { //über einzelne Zeilen gehen
$line = str_replace(„%%VORNAME%%“,$recK[‚vorname‘],$line);
$line = str_replace(„%%BUCHTITEL%%“,$recA[‚title‘],$line);
$smailtext .=  $line;
}

Damit steht in der Variable $smailtext der gesamte Body der Email und kann ausgesendet werden.

Alle Informationen müssen aber an dieser Stelle in gratisseller vorliegen. D.h. Sie müssen für alle Ersetzungen die Namen gespeichert haben. Daraus ergibt sich dann die Struktur der Tabelle gadressen in der Datenbank.

Diese beiden Tabellen müssen wir zunächst definieren und befüllen, damit unser Script auch etwas an Daten hat.

Feld Bedeutung

Webdir Web-Verzeichnis zum Aritkel
ID eindeutiger Schlüssel Artikel 8 Zeichen lang
Title Titel des Buchs oder Software
Locdir lokales Verzeichnis zum Aritkel
Filename Dateiname des Artikels relativ
Anrede Anrede in der Mail
Mymailfile Mailtext_<ID><DU>.txt
Myemail Email des Verkäufers
myemail_name Emailbane des Verkäufers
myhomepage Name der Homepage des Verkäufers

Sie können hier natürlich noch mehr Felder angeben, wenn Sie diese brauchen. Sie müssen diese aber bei einer ähnlichen Abfrage wie oben einbauen. Die Felder bekommen Sie automatisch in dem Array wie $recK als Komponenten geliefert.

Für die Kunden muss dann noch eine Tabelle gadressen , die die Adressen der Kunden enthält. Hier kommt dann der Vorname des Kunden her.
So ohne weiteres kann man das aber nicht lassen, da wir noch speichern müssen für welches Produkt der Kunde sich interessierte. Ob er schon beliefert wurde, ob er seine Email bestätigt hat etc.

All das muss in die Tabelle gadressen und vom Programm entsprechend gesetzt werden.

Gesetzt den Fall sie haben die beiden Tabellen angelegt, und mit den richtigen Werten befüllt und Sie haben die Email-Skelette geschrieben , dann ist das Script mit rund 300 Zeilen eigentlich nicht unbedingt groß.
Das Script hat im groben 3 Teile:

  1. Parameter analyse
  2. Signin-Modus: Also User hat das Formular ausgefüllt und gesendet. Er wird nun in die Datenbank übernommen als Besteller dieses Artikels . Dann erfolgt der Mailaufbau und der Aufruf der Danke-Seite.
  3. Accept-Teil: Der Kunde hat die Mail gesendet wird also als bestätigt angenommen und die Auslieferung versendet.

Das ist schon alles.

Nun könnten Sie durch manuelles Befüllen der Datenbank schon allen Ihren unterschiedlichen Kunden für unterschiedliche Artikel Gratisartikel ausliefern.

Was allerdings noch fehlt,  ist die Installation und die Befüllung der gartikel. Dieses Script werde ich in den nächsten Artikel nur kurz beschreiben und dann können sie das Ganze für sich herunterladen. Eingebunden wird das ganze in ein großes Script, das dann noch mehr Funktionen haben wird.

Also haben Sie etwas Geduld, es kommt demnächst.

Bernd Klüppelberg

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