gratisseller Follow-up: Eigener Listenaufbau (Teil 4):

Willkommen zurück bei unserem Thema „Eigener Listenaufbau mit dem Programm gratisseller“.

Über das Programm gratisseller habe ich ja im Teil 3 schon berichtet.  In diesem Artikel wollen wir uns anschauen, was denn passieren muss, wenn wir mit gratisseller einen Follow-Up-Newsletter aussenden wollen?

Ein Follow-Up ist eine Mail, die nach 1-3 Tagen nach dem Bezug des Gratisproduktes beim Kunden nachfrägt, ob denn alles i.O war! Ggf. kann man hier auch nochmals auf sein Verkaufsprodukt hinweisen etc. etc.

Wie aber realisiert man einen solchen Follow-Up-Newsletter?

  1. Sicherlich müssen Sie gespeichert haben, wann der Kunde Ihr Gratisprodukt bezogen hat. Nur 1-2 Tage danach muss der Kunde mit dem Text des Follow-Up-Newsletters angeschrieben werden! Tja und dann nicht mehr mit dem gleichen Text! Also müssen Sie speichern, dass Sie dem Kunden einen Follow-Up geschickt haben. Daraus folgt natürlich, dass das Programm nur nach den Kundendaten suchen darf, die noch keinen Follow-Up bekommen haben, d.h. Ihr Tabellenfeld „followup_datum“ leer ist.
  2. Nehmen Sie an, Sie sind am Beginn Ihrer Auslieferung. Das bedeutet doch, dass nur wenige Ihre Verkaufsseite aufrufen. Vergehen da Tage, dann können Sie den 1-2 Tage-Termin für den Follow-Up nicht einhalten. Also müssen Sie selbst was tun. Das heißt in erster Näherung, dass Sie jeden Tag ihre Seite aufrufen müssen, um die Follow-Up-Prüfung durchführen zu lassen. Es wäre doch äußerst unschön, wenn Ihr Follow-Up erst nach 1 Woche zum Kunden kommt. Es gibt da aber mehrere Möglichkeiten, auf die ich noch eingehen werde.
  3. Was ist nach dem Follow-Up? Wichtig sind weitere Newsletter, die Sie an den Kunden schreiben, um Kontakt zu halten. Auch dies sollte irgendwie in der Datenbank verewigt werden, da Sie sonst leicht Leute zweimal mit dem gleichen Brief anschreiben. Also muss generell für jeden Newsletter ein Absendedatum  pro Kunde gespeichert werden.

Wie Sie sehen, brauchen Sie noch mehr Felder und Tabellen in der Datenbank für die späteren Newsletter. Ganz zu schweigen, dass diese Newsletter ja auch noch auf die einzelnen Produkte (Artikel) bezogen werden müssen.

Betrachten wir aber  zuerst den Follow-Up weiter. Ich schrieb ja schon, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, wie man diesen Brief zur „Auslieferung“ bringen kann.

1.) Manuelles Senden

Sie schreiben ein Script, das die Datenbank durchsucht und ggf. einen Brief absendet. Für dieses Script, das schon auf dem Webspace liegt, legen Sie sich eine Verknüpfung auf dem Desktop an und klicken einmal pro Tag auf dieses Icon auf Ihrem Desktop. Das funktioniert!

Zugegeben, es ist ein wenig umständlich! Wenn Sie aber mit Windows ein wenig umgehen können, können Sie den Exploreraufruf auch als Bat-Datei realisieren und diese in Ihren Start-Up des Rechners einbauen. Dann brauchen Sie nicht mehr an den Start des Scripts jeden Tag zu denken.

Stellen Sie sich nun aber vor, sie fahren in Urlaub und haben dort – auch das gibt es noch – keinen Internetanschluß? Und jetzt? Wenn Sie ihrem Wau Wau beibringen, einmal täglich auf die Maus zu drücken, und der Arme allein zu Hause bleiben muss, dann ginge das auch 🙂 . Sie können unter Windows auch sogenannte geplante Tasks definieren, die zu bestimmten Zeiten loslaufen. Wenn Sie dann in Urlaub sind läuft der Rechner und die Briefe gehen raus! Natürlich können Sie auch einen Bekannten bitten, das Script zu starten, dann kann Wuff mit in Urlaub!

Nun ist die Idee, den Rechner während der Abwesenheit laufen zu lassen nicht unbedingt die beste Idee! Eimal verbraucht er Strom, zum zweiten sind in der heutigen Zeit laufende Rechner immer angreifbar.

Nicht-desto-trotz wäre das eine Idee!

2.)  Senden lassen

Es gibt aber noch eine bessere Möglichkeit: Nicht Ihr Rechner startet das Script, sondern ein fremder Rechner.

Wenn Sie in der glücklichen Lage sind, dass Sie einen ganzen Server für Ihre Webanwendungen gemietet haben, kann der Start von dem Server übernommen werden. Je nach Betriebssystem des Servers können Sie das über geplante Tasks oder im Linux (Unix) über sogenannte cron-jobs erreichen.

Manche Hoster bieten cron-jobs auch für Kunden an, die keinen Server mieten.  Was aber sind cron-jobs? Nun, ein cron-job im Unix ist nichts anderes als ein immer laufender Prozess, dem man sagen kann, starte bitte täglich um 06:03  das Programm (Script) xyz ! Also ähnlich, wie in Windows die geplanten Tasks!

Ja aber!

Was ist zu tun, wenn der Hoster das nicht zulässt, und man keinen Server gemietet hat? Abhilfe schafft – wie immer – das Internet. Es gibt unter www.cronjob.de einen kostenlosen Dienst, der das starten Ihres Scripts auch in Ihrem Urlaub übernimmt.

Hier stellt man ein, welches Programm wann und mit welcher Periode gestartet werden soll.  Dann ist Wau Wau glücklich, Ihre Freunde und Bekannten können mit in den Urlaub fahren, das Internetcafé am Urlaubsort setzt nur Kaffee aber keinen Webgebühren um.  Alle – außer dem Internetcafé – sind zufrieden! 🙂

Wenn das also gelöst ist, tja, dann muss man eigentlich nur noch das Script schreiben! 🙂

Aber im Ernst: Gratisseller soll eine solche Schnittstelle für cron-job erhalten und somit den Follow-Up-Newsletter ausliefern können.

Werde mich nun bis zum nächsten Artikel wieder der Programmierung von gratisseller widmen,

bis dann

Bernd Klüppelberg

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