HTML verstehen Teil 8 (Link IV): Email

HTML verstehen Teil 8 (Link IV):
Emails aus einer Seite

Ja Sie können in der HTML Seite nicht nur Ihre Email-Adresse bekannt geben, sie können Sie auch so gestalten, dass beim Leser sich das Programm Outlook öffnet und Sie ein Teil der Betreffzeile schon ausfüllen können. Fast keiner wird diese Kurzinformation in der Betreffzeile weglöschen, weil er der Meinung ist, dass Sie damit was bezwecken.

Der Mail-Link

Und wie geht das? Nun mit einem Link!
Sie schreiben einfach einen bestimmten Link und schon kann der Leser auf den Link klicken, sein Mailprogramm meldet sich und er kann die Mail absenden.
Das Zauberwort hier bei ist mailto: Sie schreiben einen normalen Link, der aber mailto:Ihre Email-Adresse enthält:

<a href=“mailto:IhreEmailAdresse“>Ihre Emailadresse</a>

Dies würde auf Ihrer Seite nun folgendermaßen aussehen: Ihre Emailadresse

Für diese Linkfunktion gibt es nun eine Reihe von Zusätzlichen Parametern, die man wie einen URL-Parameter angibt.

  • subject=““ Mit ?subject=Ihre%20Betreffzeile können Sie die Betreffzeile vordefinieren
  • cc=““ Mit ?cc=CC-AdresseIhre können Sie eine weitere Mailadresse in die CC-Kopie der Mail nehmen
  • body=““ Mit ?body=Text1 können Sie den Body Ihrer Mail schon teilweise befüllen
  • ,: Mit mailto:IhreAdresse1,IhreandereAdresse können Sie mehrere Adressen angeben, wo die Email hinsoll
  • Adressierungsschema: Wenn Sie wollen können Sie auch ein Email-Adressungsschema mit Vorname Name<emai> angeben

Was aber soll das mit der %20-Angabe sein?
Dies ist eine Besonderheit der URL (URI)! Innerhalb der „Internetadresse in der Adresszeile“ dürfen keine Sonderzeichen wie Blank, „,“,“;“ vorkommen. Diese müssen Sie ersetzen. Als Übersetzungstabelle können Sie die folgende (aus SELFHTML) nehmen:

Zeichen Zeichenkette für Maskierung
[neue Zeile] %0A
[Wagenrücklauf] %0D
[Leerzeichen] %20
! %21
# %23
% %25
* %2A
/ %2F
< %3C
> %3E
? %3F

Alle diese Zeichen müssen Sie entsprechend ersetzen, damit die Funktionen auch funktionieren.
Innerhalb des href beginnen Sie den ersten Parameter mit ? den zweiten und die weiteren mit & Also beispielsweise

<a href=“mailto:MeinName%3CIhre Emailadresse%3E,MeinName2%3CIhre Emailadresse2%3E?subject=HUGO%20hallo&cc=Emailadresse“</a>

Test zum Ausprobieren: MyEmail

Die böse Email

Gehen Sie aber bitte sorgsam mit Ihrer Email-Adresse um. Wenn Sie eine Email-Adresse sorglos in z.B. Ihr Impressum stellen, dann kann das zu Missbrauch kommen. Es gibt eine ganze Reihe von bösen, ärgerlichen Spammern, die nur auf Sie warten. Diese Leute scannen mit einem Programm ihre Seite. Sie sehen nur den Quellcode, und suchen nach Suchbegriffen wie xxx@yyy.ll oder dem String mailto: innerhalb eines <a>-Tags.

Dann nehmen diese Leute die Email-Adresse und schreiben Ihnen, einen netten Brief, wo Sie irgend welche Produkte angeboten bekommen. Wenn es ganz böse kommt, verstecken diese Leute dann noch Viren oder Trojaner in der Mail und hoffen, dass Sie die Mail öffnen, um Sie zu infizieren.

Was aber kann man dagegen tun?

Es gibt mehrere Möglichkeiten.

  • Die einen schreiben Ihre email mit xxx[at]yyy.ll und geben gar keinen Link an. Das ist zwar sicher aber nicht benutzerfreundlich! Außerdem ist es bekannt und ob man nun nach xxx@yyy.ll oder nach xxx[at]yyy.ll scannt ist wohl nur Fingerübung
  • Andere rufen ein Javascript aus dem Internet auf, das die Email-Adresse unkenntlich macht
  • Sie können auch mit PHP-Programmierung ihre Email-Adresse unkenntlich aber ausführbar machen. Siehe z.B. Offene Email-Adressen hier im Blog
  • „Ne ganz fiese Möb“ ist derjenige, der sich Ihre Webseite anschaut, die Webadresse nimmt und wenn diese z.B. www.xxx.ll heißt, dann baut er ein info@xxx.ll daraus und schickt die Mail auf Verdacht los. Gleiches gilt für webmaster@xxx.ll. Dagegen können Sie nur das tun, dass Sie keine derartigen Email-Adressen definieren.
  • Eine weitere Möglichkeit ist, Sie geben Ihre Telefonnummer an aber statt einer E-Mail nur ein Kontaktformular [Sie müssen im Impressum nach Gesetz 2 „schnelle Kontaktmöglichkeiten“ angeben!], das sie verwalten.

Egal welche Methode Sie nehmen, Sie werden immer mit diesen Spammern zu kämpfen haben. Denn fast jede Maßnahme hat ihre Gegenmaßnahme! Es kommt immer auf den Aufwand an, den ein Spammer bereit ist zu treiben, und er knackt Ihren Spamschutz! Ist scheinbar ein nicht ausrottbarer Sport!

Fazit

Ich kann Ihnen eigentlich bzgl. Spam nur raten:

  • Veröffentlichen Sie Ihre Email nur auf gesonderten Seiten, nicht am Rand jeder Seite
  • Nehmen Sie eine Vercodung der Email vor
  • Nutzen Sie im Blog Kontaktformulare nur mit CAPTCHA als WP-PlugIn
  • Führen Sie keine webmaster@…, info@… Email-Adressen
  • Schaffen Sie sich einen gescheiten Anti-Spammer an. Ich habe beim Hoster zwar einen Virenschutz aktiv aber keinen Anti-Spam, den hab ich auf meinem Rechner, da es mir zu umständlich ist immer beim Hoster meinen Spam zu löschen [Sagte ich schon, dass ich faul bin?]

Ich wünsche Ihnen ein glückliches Händchen, bei der Angabe von Emails auf Ihrer Seite! Wenn Sie Fragen oder Ergänzungen haben: Sie wissen ja unten ist ein Kommentarformular, das Sie fleißig benutzen können.

Bernd Klüppelberg

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